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13.05.2020

Wissen: Eine kurze Geschichte der Menschheit

Die Geschichte der Menschheit ist mit ca. 70.000 Jahren relativ kurz

13. Mai 2020
Hannover, Bemerode
Eine kurze Geschichte der Menschheit ist ein Sachbuch von Yuval Noah Harari, Professor für Geschichte an der Hebräischen Universität Jerusalem, das 2011 in Israel in hebräischer Sprache unter dem Titel Ḳizur Toldot Ha-Enoshut, hebräisch קיצור תולדות האנושות, erschien. Die englische Übersetzung mit dem Titel Sapiens: A Brief History of Mankind kam 2014 auf den Markt. Die deutsche Übersetzung aus dem Englischen hat Jürgen Neubauer erstellt, sie ist 2013 in der Deutschen Verlags-Anstalt erschienen. Das Buch wurde bis 2018 in knapp 50 Sprachen übersetzt und erreichte eine verkaufte Auflage von über 10 Millionen.

Im Vergleich mit der Zeitspanne seit dem Urknall, der ca. 13,8 Mrd. Jahre zurückliegt, ist die Geschichte der Menschheit mit ca. 70.000 Jahren relativ kurz. Das Buch beschreibt die Entwicklung der Menschheit von ihren Anfängen bis zum heutigen „Beherrscher der Erde“. Mit Kenntnissen aus verschiedenen Wissenschaftsdisziplinen geht der Autor großen Fragen nach. Ist der Mensch die Krone der Schöpfung oder der Schrecken des Ökosystems? Diese Vorherrschaft hat sich bis heute stetig zugespitzt. Was hat uns zu dem gemacht, was wir sind? Was sind wir morgen?


Menschenähnliche Wesen gab es bereits vor 2,5 Mio. Jahren. Aus der Familie der Menschenaffen hat sich vor ca. 150.000 Jahren in Ostafrika die heutige Art des Homo sapiens entwickelt. Es gab mindestens fünf andere Ausprägungen derselben Gattung, wie zum Beispiel den Neandertaler, die jedoch alle nicht überlebt haben. Im Vergleich zu Tieren sind alle Menschenarten durch den aufrechten Gang und ein vergleichsweise großes Gehirn gekennzeichnet. Das Gehirn ist mit 25 % des Gesamtbedarfs ein großer Energiefresser. Durch die Entdeckung des Feuers und das Kochen von Nahrungsmitteln konnte der Mensch, der als Jäger und Sammler lebte, den Aufwand zur Energieaufnahme erheblich reduzieren.


Harari unterteilt die Geschichte der Menschheit in vier Phasen, die er Revolutionen nennt:

  1. die kognitive Revolution (ab ca. 70.000 Jahren v. Chr.)
  2. die landwirtschaftliche Revolution (ab ca. 10.000 Jahren v. Chr.)
  3. die Vereinigung der Menschheit (ab ca. 800 Jahren v. Chr.)
  4. die wissenschaftliche Revolution (ca. ab dem Jahr 1.500 n. Chr.)

Die kognitive Revolution

Lernfähigkeit, Gedächtnis und kommunikative Kompetenz bezeichnet Harari als die kognitiven Fähigkeiten, die sich ab ca. 70.000 Jahren v. Chr. beim Homo sapiens entwickelt haben. Es begann der Aufbau komplexer Strukturen, die wir heute Kulturen nennen. Der Mensch begann seinen Lebensraum auszudehnen, zuerst in den Nahen Osten und dann in den gesamten Eurasischen Raum, später per Boot auch nach Australien sowie Ozeanien. Die ersten Gegenstände, die man als Kunst und Schmuck bezeichnen kann, stammen aus dieser Zeit. Mit Hilfe von Sprache entwickelte er Legenden, Mythen, Werte, Normen, Wissen, Religionen und andere Fantasieprodukte, die die Grundlage waren, um Kollektive und sonstige Formen der Zusammengehörigkeit zu entwickeln und zu festigen. Dieser Prozess ermöglicht effektive Organisationsformen, um gemeinsam komplexe Handlungen erfolgreich zu vollziehen. Er ist die Grundlage für ein geregeltes Sozialverhalten und für die Dominanz des Homo sapiens im Ökosystem. Im Laufe der Zeit verdrängte der Homo sapiens alle anderen Menschenarten, wobei die Wissenschaft die Einzelheiten dieses Prozesses, der vor ca. 50.000 Jahren endete, noch nicht abschließend geklärt hat. Bei der Ausdehnung seines Lebensraums verursachte der Jäger und Sammler ein großes Artensterben insbesondere in der Tierwelt. Schon damals hielt der Homo sapiens den traurigen Rekord als dasjenige Lebewesen, welches das Aussterben der meisten Tier- und Pflanzenarten verantwortet.


Die landwirtschaftliche Revolution

Als Folge einer regional steigenden Zahl an Menschen wurde der Homo sapiens sesshaft und begann mit Ackerbau, er domestizierte Wildtiere und betrieb Viehzucht. Harari nennt dies die landwirtschaftliche Revolution. Es wurden feste Siedlungen errichtet. So konnten mehr Menschen ernährt werden, die Nachteile waren eine ungewohnt harte Arbeit, eine weniger variantenreiche Ernährung, eine regional höhere Bevölkerungsdichte, die Zunahme von Krankheiten sowie der Drang nach Wohlstand („Luxusfalle“). Für die zu Haustieren domestizierten Tiere bewertet Harari die landwirtschaftliche Revolution als eine schreckliche Katastrophe. Wegen der jahreszeitlichen und klimatischen Unsicherheiten eines bäuerlichen Lebens entwickelte der Mensch die Vorratshaltung. Besitz führte allerdings bei Dritten zu Begehrlichkeiten. Es bildete sich ein System von Herrschern und Eliten, um die Bauern zu schützen oder auszurauben. Die Eliten häuften Reichtümer an und bildeten Herrschaftsbereiche. Sie festigten ihre Systeme durch kulturelle oder religiöse Ordnungen, an die alle glaubten (wie z. B. Monarchie). Zur besseren Organisation des Zusammenlebens entwickelte der Mensch Hilfsmittel wie Zahlensysteme und Schrift, und es entstanden hierarchische Strukturen.


Die Vereinigung der Menschheit

Mit der Vereinigung der Menschheit bezeichnet Harari den Prozess, dass einzelne Kulturen andere Kulturen ganz oder teilweise vereinnahmen. Er sieht auch darin eine Revolution. Grundlage dieses Prozesses sind nach seinen Worten die Ordnung des Geldes, die Ordnung der Imperien und die Ordnung der Weltreligionen. Gemeint sind Händler, Eroberer und Propheten. Geld hat den Handel gegenüber der Tauschwirtschaft wesentlich effizienter gemacht, es erleichtert die Aufbewahrung von Vermögen und es ermöglicht den Transport von materiellen Werten. Harari bezeichnet Geld als ein Fantasieprodukt: „Vertrauen ist der Rohstoff, aus dem Münzen geprägt sind.“ Imperien vereinigen unterschiedliche Kulturen unter einem Dach und schaffen dabei eine eigene dominierende Kultur, die sich auch nach Untergang des Imperiums weiterentwickelt. Religion ist die dritte große Kraft, die zur Einigung der Menschheit beitrug. Sie nimmt Bezug auf eine übermenschliche Ordnung und gibt in Form von einheitlichen Werten und Normen einer Ordnung ein stabiles Fundament.


Die wissenschaftliche Revolution

Vor rund 500 Jahren begann die wissenschaftliche Revolution, deren Dynamik in den letzten 200 Jahren weiter zugenommen hat. Der Mensch erkannte, dass man durch Forschung und neue Technologien zu Macht, Ruhm und Reichtum kommen kann. Treiber dieser Entwicklung waren der Imperialismus und die Entstehung des Kapitalismus. Beides hat seinen Ursprung zunächst in Europa und später auch Nordamerika sowie den dortigen Regierungen und Unternehmen. Es entstanden Finanzmärkte, die im Vertrauen auf gewinnbringende Wachstumsaussichten die wirtschaftliche Entwicklung beschleunigten. Durch medizinischen Fortschritt erhöhte sich die Lebenserwartung. Die Zahl der Menschen auf unserem Planeten ist im Zuge der wissenschaftlichen Revolution von ca. 500 Mio. im 16. Jahrhundert auf über 7,5 Mrd. gestiegen. Die industrielle Wirtschaft hat das Problem des Mangels gelöst und heute durch die Ethik des Konsums ersetzt. Die Folgen sind Umweltzerstörung, die Auflösung des Familienverbunds, ein steigender Einfluss des Staats auf das Individuum und das Entstehen von „erfundenen“ Gemeinschaften (z. B. Nationen oder Fanclubs). Das Ende des Imperialismus, der atomare Frieden, eine erhebliche Steigerung des materiellen Wohlstands und medizinischer Fortschritt prägen die Gegenwart. Harari geht der Frage nach, ob der Mensch heute glücklicher ist, und stellt fest, dass Glück vor allem eine Funktion der Biochemie und nicht der äußeren Umstände ist. Mit großer Sorge bewertet Harari die Gentechnik, da sie anstelle der natürlichen Auslese gottgleich das intelligente Design von Lebewesen stellen kann und der Mensch keinen Plan hat, was er mit diesem Wissen machen soll.


Quelle: Wikipedia

Historisch: Raumflüge und Raumstationen

Der Mensch im Weltraum

13. Mai 2020
Hannover, Bemerode
Die Raumfahrt ist eine faszinierende, aber notwendige Angelegenheit und immens teuer in der Durchführung.

Als Wettlauf ins All wird die in den 1950er und 1960er Jahren zwischen den Vereinigten Staaten und der Sowjetunion wettkampfartig inszenierte technische Entwicklung der Raumfahrt bezeichnet.

Im Kalten Krieg fanden die politisch-ideologischen Gegensätze der beiden konkurrierenden Systeme verbunden mit dem Wettrüsten einen weiteren Schauplatz: den Weltraum. Von den Massenmedien wurde dafür die Bezeichnung „Wettlauf ins All“ (engl. „Space Race“) geprägt.

Von der Öffentlichkeit weitgehend unbeachtet, begann dieser inszenierte „Wettlauf“ im Jahr 1955 mit der Ankündigung von US-Präsident Eisenhower, erdumkreisende Satelliten ins All zu bringen, gefolgt von einer gleichlautenden Absichtserklärung der Sowjetunion. Er endete nach verschiedenen Auffassungen mit der ersten US-Mondlandung 1969, mit dem gemeinsamen Apollo-Sojus-Projekt 1975 oder mit dem Ende des Kalten Krieges.

Hier zeige ich mal einige Pioniere, die Geschichte schrieben.

Der erste Satellit (UdSSR, 1957)

Sputnik (russisch Спутник für Weggefährte, Begleiter, in astronomischer Bedeutung Trabant und Satellit) war der Name der ersten zehn sowjetischen Satelliten, die eine Erdumlaufbahn erreichten. Sputnik 1 war am 4. Oktober 1957 der erste künstliche Erdsatellit auf einer Umlaufbahn und gilt als Startschuss der sowjetischen Raumfahrt. Das Wort Sputnik gehört zu den 100 Wörtern des 20. Jahrhunderts und ist in einigen (insbesondere osteuropäischen) Ländern ein Synonym für Satellit. Nach Sputnik 10 wurde der Name nicht mehr zur Benennung von Erdsatelliten, sondern nur noch zur Bezeichnung von im Erdorbit gestrandeten Raumsonden verwendet.
Quelle:: Wikipedia
Der erste Satellit (USA, 1958)

Explorer 1 war der erste künstliche Erdsatellit der USA (1958) und weltweit der dritte nach den beiden Satelliten Sputnik 1 und 2 der Sowjetunion. In Medien wird der Start des Satelliten teilweise als „Amerikas Antwort auf den Sputnik-Schock“ bezeichnet.

Explorer 1 war der erste Satellit des Explorer-Programms, welches das erste und zugleich umfangreichste Programm von Satelliten und Raumsonden der Vereinigten Staaten war. Die meisten von ihnen (über 80) waren äußerst erfolgreich und dienten zur Erforschung der Ionosphäre, der Erdkunde (Fernerkundung) und der Astronomie.

Der wissenschaftliche Anlass für Explorer 1 war die Polar- bzw. Ionosphärenforschung und das (erste) Internationale Geophysikalische Jahr 1957/58. Der Start war vom US-Präsidenten schon im Juli 1955 angekündigt worden (vier Tage darauf folgte eine ähnliche Ankündigung der Sowjetunion, die dann vor den USA den ersten Satelliten starteten).

Doch auch militärisch-technische Gründe spielten eine Rolle (Kalter Krieg, Interkontinentalraketen).

Quelle: Wikipedia

Hündin "Laika" (UdSSR, 1957)


Die Hündin Laika (russisch Лайка, deutsch Kläffer; * vermutlich 1954 in Moskau; † 3. November 1957 in Sputnik 2 im Erdorbit) war das erste Lebewesen, das vom Menschen gezielt in eine Umlaufbahn um die Erde befördert wurde. Im Rahmen der sowjetischen Mission Sputnik 2 wurde sie am 3. November 1957 an Bord des Raumflugkörpers in den Weltraum geschickt. Ihre Rückkehr zur Erde war zwar nicht vorgesehen, dennoch überraschte ihr früher Tod. Über den Zeitpunkt ihres Todes und die Todesursache herrschte jahrzehntelang Unklarheit.

2002 wurde der Öffentlichkeit bekannt, dass Laika einige Stunden nach dem Start der Rakete starb, vermutlich an Überhitzung und Stress. Die Mission gilt dennoch als Erfolg. Die Erkenntnisse aus Sputnik 2 ermöglichten letztlich erst die bemannte Raumfahrt mit Juri Gagarin.

Quelle: Wikipedia
Der erste Mensch im Weltraum (UdSSR, 1961)

Juri Alexejewitsch Gagarin (russisch Юрий Алексеевич Гагарин; wiss. Transliteration Jurij Alekse’evič Gagarin; * 9. März 1934 in Kluschino, Oblast Smolensk, Russische SFSR, Sowjetunion; † 27. März 1968 bei Nowosjolowo, Oblast Wladimir, Russische SFSR, Sowjetunion) war ein sowjetischer Kosmonaut und der erste Mensch im Weltraum.

Er war Oberst der sowjetischen Luftstreitkräfte und trug die Auszeichnung Held der Sowjetunion.

Quelle: Wikipedia

Erster Außenbordeinsatz im All (UdSSR, 1965)


Alexei Archipowitsch Leonow (russisch Алексей Архипович Леонов, wiss. Transliteration Aleksej Archipovič Leonov; * 30. Mai 1934 in Listwjanka bei Kemerowo, Russische SFSR; † 11. Oktober 2019 in Moskau[1]) war ein sowjetischer Kosmonaut und der erste Mensch, der sein Raumschiff verließ und lediglich mit einer Leine gesichert im Weltraum schwebte (erster Außenbordeinsatz). Leonow bekleidete den militärischen Rang eines Generalmajors.

Quelle: Wikipedia

Erster Mensch auf dem Mond (USA, 1969)


Neil Alden Armstrong (* 5. August 1930 bei Wapakoneta, Ohio; † 25. August 2012 in Cincinnati, Ohio) war ein US-amerikanischer Testpilot und Astronaut. Er war Kommandant von Apollo 11, die mit Buzz Aldrin und Michael Collins zum Mond flog. Am 21. Juli 1969 betrat er als erster Mensch den Mond.


Während des Trainings für die Mondlandung entging Armstrong am 6. Mai 1968 bei dem Absturz eines Mondlandungstrainingsgeräts (Lunar Landing Training Vehicle) nur knapp dem Tode. Bei der Mondlandung mit seinem Kollegen Buzz Aldrin am 20. Juli 1969 übernahm er die manuelle Steuerung der Mondlandefähre Eagle und lenkte sie von felsigem Gelände fort zu einer sicheren Landung um 20:17 Uhr (UTC). Seine ersten Worte vom Mond an die Bodenstation waren „Out of DETENT“. Kurz darauf gab er mit den berühmten Worten „Houston, Tranquility Base here. The Eagle has landed“ die Landung bekannt. Sechs Stunden später kletterte er in den frühen Morgenstunden des 21. Juli aus der Mondlandefähre. Neil Armstrong betrat am 21. Juli 1969 um 02:56:20 Uhr (UTC) als erster Mensch die Mondoberfläche. Dabei entstand einer der berühmtesten Versprecher der Geschichte: Armstrong hatte sich vorgenommen, die Worte That’s one small step for a man, one giant leap for mankind (dt. „Das ist ein kleiner Schritt für einen Menschen, ein riesiger Sprung für die Menschheit“) zu sprechen, versäumte jedoch aufgrund der Strapazen und der Aufregung die Aussprache eines einzigen Vokals (a) und gab dem Satz damit eine ungewollte Bedeutung:

“That’s one small step for man… one… giant leap for mankind.”

„Das ist ein kleiner Schritt für den Menschen… ein… riesiger Sprung für die Menschheit.“

Quelle: Wikipedia

Mondrakete "Saturn V" (USA, 1969)


Die Familie der Saturn-Raketen gehört zu den leistungsstärksten Trägersystemen der Raumfahrt, die jemals gebaut wurden. Sie wurden für die US-amerikanische Raumfahrtbehörde NASA unter der Leitung des Raketeningenieurs Wernher von Braun im Rahmen des Apollo-Programms entwickelt.

Im zweiten Halbjahr 1959 wurden verschiedene Möglichkeiten untersucht, wie eine neue, sehr starke Rakete zusammengesetzt sein könnte. Der Name Saturn stand dafür bereits fest.

Es gab drei prinzipielle Möglichkeiten, die mehr oder weniger auf existierenden Raketen basierten: Saturn A, Saturn B und Saturn C. Davon gab es noch acht Untertypen: A-1, A-2, B-1 und C-1 bis C-5. Das Entwicklungsteam entschied sich für die Variante C-5 und entwickelte parallel die Version C-1 weiter, die zwar nicht so leistungsfähig war, jedoch schneller zur Verfügung stehen würde. 1962 wurde entschieden, dass eine stärkere Version der C-1 benötigt werden würde, die C-1 B. 1963 wurde das C aus den Bezeichnungen gestrichen und die drei Raketen in Saturn I, Saturn IB und Saturn V umbenannt.

Das bekannteste und größte Mitglied der Familie, die Saturn V, wurde für die Mondlandungen benutzt und ist gleichzeitig eine der größten und stärksten Raketen, die je eingesetzt wurden. Sie bestand aus drei Stufen und trug an der Spitze das Apollo-Raumschiff, bestehend aus Mondlandefähre, Service- und Kommandomodul sowie der Apollo-Rettungsrakete (LES).

Innerhalb der Saturn-Raketenfamilie baute jeweils das nächstgrößere Modell auf der bereits für die Vorgängerversion entwickelten Technik auf und ersetzte einzelne Komponenten durch leistungsfähigere.


Die Saturn V war die eigentliche Mondflugrakete. Nach zwei unbemannten Testflügen wurde die Rakete für einsatzbereit erklärt und startete danach, bis auf den letzten Flug mit der Raumstation Skylab, immer bemannt. Nur bei Apollo 9 und dem Start von Skylab steuerte sie eine erdnahe Umlaufbahn an.

Entworfen wurde die Saturn V unter der Leitung von Wernher von Braun und Arthur Rudolph vom Marshall Space Flight Center zusammen mit Boeing, North American Aviation, Douglas Aircraft Company und IBM als hauptsächlichen Partnerfirmen. Zwischen Dezember 1968 und Dezember 1972 brachten neun Saturn-V-Raketen 24 Astronauten zum Mond.

Quelle: Wikipedia

Erste Raumstation Saljut I (UdSSR, 1971)


Saljut 1 war die erste Raumstation der Welt und die erste Station der Saljut-Serie. Gebaut und entwickelt wurde sie in der Sowjetunion.

Saljut 1 wurde am 19. April 1971 an Bord einer Proton-Rakete gestartet. Abgeleitet aus dem Almas-Programm und unter Zeitdruck gefertigt, bestand die Station im Wesentlichen aus einer Almas-Hülle und Baugruppen des Sojus-Raumschiffes. Damit war sie die Grundlage für den zivilen Raumstationstyp DOS (russisch ДОС, Долговременная орбитальная станция, Dolgowremennaja orbitalnaja stanzija für „Langzeit-Orbital-Station“), welcher sich mit dem Fortschreiten des Programms immer deutlicher von den Almas-Stationen unterschied. Zur Ausrüstung von Saljut 1 gehörten unter anderem ein Solarteleskop, ein Spektrometer, ein Elektrophotometer und eine TV-Anlage. Außerdem waren das geheime Radiometer Swinets und das UV-Instrument Orion, mit dem Raketenstarts auf der Erde beobachtet werden konnten, an Bord. Das Solarteleskop war allerdings nicht einsatzbereit, weil sich eine Abdeckung an der Außenseite der Raumstation nicht wie vorgesehen gelöst hatte. Die Steuerung im All und ein Teil der Energieversorgung erfolgten über ein komplettes Sojus-Servicemodul mit Solarpaneelen am Heck. Am Bug wurden ein Kopplungsadapter und ein weiteres Paar Sojus-Solarpaneele verbaut. Die Gesamtlänge der Stationen betrug knapp 16 Meter, die Masse rund 18,9 Tonnen. Ursprünglich sollte die Raumstation Sarja (Заря) heißen; dieser Name wurde jedoch kurz vor dem Start geändert, um Verwechslungen mit dem Rufzeichen der Bodenstation zu vermeiden.

Quelle: Wikipedia

Skylab (USA, 1973)


Skylab war die erste und bisher einzige rein US-amerikanische Weltraumstation sowie die Bezeichnung für die Raumfahrtmissionen in diesem Zusammenhang. Während 8 Monaten in den Jahren 1973–1974 arbeiteten insgesamt neun Astronauten auf dem Skylab, in drei Teams zu jeweils drei Mann.

Quelle: Wikipedia

MIR (USA, 1986)


Die Mir (russisch Мир ‚Frieden‘ oder ‚Welt‘) war eine von der Sowjetunion erbaute bemannte Raumstation, die von 1986 bis zu ihrem kontrollierten Absturz 2001 die Erde umkreiste. Nachdem die Mir in den ersten Jahren nur von der Sowjetunion und den mit ihr verbundenen Ostblockstaaten genutzt wurde, gab es, wie schon bei der Raumstation Saljut 7 zuvor, auch Kooperationen mit anderen Staaten. Zur Mission Mir-Aragatz flog erneut ein Franzose zu einer sowjetischen Raumstation, es folgten ein Japaner, eine Britin und ein Österreicher. Auch die Vorbereitungen zur Mission Mir 92 mit dem Deutschen Klaus-Dietrich Flade begannen noch in der Zeit der Sowjetunion.

Nach dem Zerfall der Sowjetunion betrieb die russische Raumfahrtagentur Roskosmos die Raumstation weiter und setzte die erfolgreiche internationale Kooperation, auch mit westlichen Staaten und deren Raumfahrtagenturen, fort. Die Zusammenarbeit mit der NASA gipfelte in dem Shuttle-Mir-Programm, bei dem auch russische Kosmonauten mit einem Shuttle zur Mir flogen.

Die Raumstation Mir war zu ihrer Zeit das größte künstliche Objekt im Erdorbit und gilt – mit dem Sputnik-Satelliten 1957 und Juri Gagarins Erstflug 1961 – als einer der größten Erfolge der sowjetischen und russischen Raumfahrt.

Quelle: Wikipedia

ISS (International, 1998)


Die Internationale Raumstation (englisch International Space Station, kurz ISS, russisch Междунаро́дная косми́ческая ста́нция (МКС), Meschdunarodnaja kosmitscheskaja stanzija (MKS)) ist die derzeit einzige ständig bemannte Raumstation und das größte außerirdische Bauwerk der Menschheitsgeschichte. Sie wird in internationaler Kooperation von 16 Staaten bzw. 5 Raumfahrtagenturen betrieben und ausgebaut.

Erste Pläne für eine große internationale Raumstation gab es in den 1980er Jahren unter den Namen Freedom und Alpha. Seit 1998 befindet sich die ISS im Bau. Zurzeit ist sie das größte künstliche Objekt im Erdorbit. Sie kreist in rund 400 km Höhe mit einer Bahnneigung von 51,6° in östlicher Richtung binnen etwa 93 Minuten einmal um die Erde und hat je nach Solarmodulausrichtung eine räumliche Ausdehnung von etwa 109 m × 51 m × 73 m. Ihre Masse beträgt rund 420 t. Seit dem 2. November 2000 ist die ISS dauerhaft von Raumfahrern bewohnt.

Die ISS ist ein gemeinsames Projekt der US-amerikanischen NASA, der russischen Raumfahrtagentur Roskosmos, der europäischen Raumfahrtagentur ESA sowie der Raumfahrtagenturen Kanadas CSA und Japans JAXA. In Europa sind die Länder Belgien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Italien, die Niederlande, Norwegen, Schweden, die Schweiz, Spanien und das Vereinigte Königreich beteiligt. Im Jahre 1998 wurde dazu ein entsprechendes Abkommen für den Bau der Raumstation unterschrieben.

Brasilien hat mit den USA ein separates Abkommen über die Nutzung der ISS. Die Volksrepublik China hat ihren Wunsch einer Beteiligung an der ISS ausgesprochen, ist aber bisher am Veto der USA gescheitert, weshalb China aktuell an einer eigenen Raumstation arbeitet. Die Raumfahrtagenturen Indiens und Südkoreas haben ebenso eine mögliche Beteiligung an der ISS angekündigt.

Quelle: Wikipedia